WER – WIE – WAS – WARUM

Wer ist eigentlich die Blaubeerpfütze, der Basteljunkie, der Kamerajunkie und BW-Design?
Was? Wie bitte? Wie viele Typen sind das hier denn und was ist hier eigentlich los?

Nur einer. Ja, wie der Titel schon sagt :“ Ein Typ… Tausend Ideen“, habe ich viele Ideen und viele Leidenschaften. Bisher habe ich für jede meiner Leidenschaften eine eigene Website am Start gehabt und dementsprechend auch ein eigenes Label. Mittlerweile habe ich all das gebündelt und auf dieser Website vereint.

Was aber sind das alles für Label und wofür stehen die nun eigentlich?

Blaubeerpfütze

Die Blaubeerpfütze steht für alles rund ums Nähen, aber hauptsächlich für das Stoffdesign, exklusiv für Lillestoff.

 

basteljunkie-Logo-s

Der Basteljunkie steht für meine Leidenschaft zu Basteln, Bauen und Werkeln. Das kann vom Hochbett bis hin zum Spielzeughammer alles sein.

 

kamerajunkie-logo

Kamerajunkie steht für meine Leidenschaft zur Fotografie. Eine der Leidenschaften die leider aus Zeitmangel immer wieder zu kurz kommt.

 

bwd-logo-sBW-Design steht für Badweather-Design und ist das Label das ich schon im Jugendalter gegründet habe als ich der Welt der 3D-Illustration verfallen bin.

 

 

Die persönlichen Sachen

Einige persönliche Infos gibt es hier. Denn neulich durfte ich für lillestoff ein paar Fragen beantworten. Und bevor ich alles 2 mal schreiben muss, nehme ich doch einfach diese Fragen und Antworten gleich hier mit auf.

Wer bist du und was liebst du an deinem Job?
Ich bin stolzer Vater von 3 wundervollen Jungs. 77er Jahrgang. Ich bin der Erste der beim Einkaufen mit den Kindern in der Münz-Feuerwehr sitzt und die Sirene aufheulen lässt. Ich liebe meine wundervolle Frau, meine Kinder, das Leben, die Kreativität, alles Handwerkliche, die Fotografie und das Nähen. Ich bin ein lebenslustiger, gefühlsbetonter, positiver, offener und fröhlicher Mensch. Mal bunt, mal laut, mal leise, aber auf jeden Fall immer mit Leidenschaft bei der Sache. Mein erlernter Beruf ist Tischler. Aber nach der Lehrzeit hat mich das Leben dann direkt in andere Bahnen gelenkt. Mittlerweile vom Hobby-3D-Artist über die Selbstständigkeit zum Berufs-3D-Artist. Ich bin absoluter Autodidakt. Alles was ich heute mache, alles mit dem ich mein Geld verdiene, habe ich mir selbst beigebracht, ebenso das Stoffdesign. Und all das ist immer aus einer Leidenschaft heraus entstanden. Mein eigentlicher, täglicher, Job ist 3D-Artist. Ich arbeite bei einem Ladenbauer und bin dort für die Planung und Entwurf von, überwiegend, Bars & Restaurants zuständig. Aber auch das habe ich nie erlernt.

Stoffdesign ist mein Yoga. In diesem Bereich kreativ sein zu dürfen ist ein wahres Geschenk. Es ist so eine schöne Möglichkeit all die vielen Ideen in meinem Kopf umsetzen zu können. Es ist so unglaublich toll eine Vorstellung von einem Kleidungsstück zu haben und einen Stoff entwerfen zu können der dann wie dafür gemacht ist. Es macht unglaublichen Spaß das Kind in mir raus lassen zu können und für dieses Kind Stoffe zu entwerfen. Ich befasse mich täglich mit vielen kreativen Dingen und darf tagtäglich meiner Kreativität ziemlich freien Lauf lassen, die allerdings oft in bestimmte Bahnen gelenkt werden muss. Aber beim Stoffdesign bin ich völlig frei. Hier gibt es keine Vorgaben oder bestimmte Richtungen. Diese Freiheit , endlich all den Blödsinn, den Bildern, den Ideen, Gefühlen, Gedankenblitzen in meinem Kopf ein Gesicht geben zu dürfen, egal ob es kindlich oder erwachsen ist, ist für mich wie eine Mondlandung. Allerdings findet diese Mondlandung immer erst dann statt, wenn die Kinder im Land der Träume liegen und wir mal nicht mit eingeschlafen sind. Denn die paar Stunden des restlichen Tages gehören unseren Kindern. Und viele sind es ja nun mal nicht wenn man 8 Stunden arbeiten geht. An dieser Stelle möchte ich auch noch mal Frau Gencalp persönlich für diese tolle Möglichkeit danken. Dafür das sie sich auf den ersten männlichen Designer bei Lillestoff eingelassen hat und dafür das sie mir das Vertrauen schenkt einen kleinen Teil dazu beitragen zu können um ihren Traum weiter zu leben.

Wie sieht dein Schreibtisch aus? (Chaot oder super strukturiert?)
Bis vor ein paar Wochen hatte ich gar keinen. Da hatte ich den Rechner noch neben Sofa und Nähtisch meiner Frau gequetscht. Der Monitor stand einfach oben drauf. „Arbeiten“ vom Sofa aus – eher bedingt bequem und lässig. Aber dann hatte ich die Idee das wir den Nähtisch einfach mal erweitern können. Und so haben wir jetzt einen L-Förmigen, riesigen, gemeinsamen, Arbeitsplatz. Ich entwerfe Stoffe, meine Frau näht. Also man könnte sagen das wir von hier aus die Welt gemeinsam ein bisschen bunter machen. Vor Kurzem habe ich die Arbeitsplatte dann in einem richtig schönen, freundlichen Türkis gestrichen. Macht richtig Laune daran zu arbeiten. An für sich ist er in meinem Bereich immer recht ordentlich. Liegt aber auch daran das ich diesen Arbeitsplatz eigentlich ausschließlich für Lillestoff-Designs habe. Naja, gut ab und zu plane ich hier dann auch das nächste Bauprojekt. Und da die Ideen dafür immer in meinem Skizzenbuch sind oder direkt in meinem Kopf, brauche ich gar nicht so viel Zeug. Aber hätte ich viel Zeug, wäre es Chaotisch wie verrückt.

Wer oder was inspiriert dich beim Gestalten deiner neuen Designs?
Alles und jeder. Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt um alles aufzusaugen. Manchmal ist es einfach eine Farbe die ich sehe, wo dann sofort Bilder anfangen zu entstehen, oder ein Gefühl das die Farbe vermittelt. Und aus diesem Gefühl heraus wird dann Stück für Stück eine Idee, ein Bild. Das kann auch eine kleine Kinderzeichnung von unseren Jungs sein, oder etwas was die Jungs sich wünschen wenn sie sagen: “Papa, mach doch mal einen Stoff mit XY“. Oder ein Wunsch meiner Frau. Das kann ein Lied im Radio sein. Mich fasziniert Musik die Bilder im Kopf entstehen lässt. Ein kleines Musikstück z.B. das direkt aus einer kleinen Seitengasse in Paris erklingen könnte an einem romantischen Abend bei Kerzenschein und Sonnenuntergang mit watteweichen in rosa getauchten Wolken, während einer warmen Sommernacht vor einem kleinen Bistro steht ein wunderschön verzierter kleiner Bistrotisch mit zwei Stühlen, umgeben von duftenden, blühenden Blumen, die Abendsonne fällt sanft auf das Kopfsteinpflaster… Solche Lieder transportieren sofort dieses Lebensgefühl, die Leichtigkeit, die Ruhe, das Genießen, die Düfte und Aromen… dabei explodieren förmlich die Bilder in meinem Kopf, es sind tausend Dinge die dann raus wollen. Auch jetzt wo ich das hier gerade schreibe, ist mir eine Idee für einen neuen Stoff gekommen. Diese Ideen muss ich sofort aufschreiben, weil sie sonst manchmal so schnell wieder weg sein können wie sie gekommen sind. Aber das können auch aktuelle Ereignisse in den Medien sein. Das kann von einem Grashalm über einen Regentropfen bis hin zum Universum einfach alles sein. Manchmal schafft es eine Idee erst gar nicht bis ins Skizzenbuch, sondern wird sofort und direkt am Rechner umgesetzt.

3 Dinge, die deinen Feierabend so richtig perfekt machen
Die heißen dann wohl Emil (6), Henri (4) und Piet (2). 😀 Es ist unheimlich schön wenn ich nach Hause komme, die Tür aufschließe und dann alle ausflippen – einfach weil ich wieder da bin. Aber einen perfekten Feierabend machen so viele und doch so wenig Dinge aus. Ich genieße es wenn meine Frau und ich einfach mal Zeit haben und einen Abend ohne Chaos und Haushalt verbringen können. Oder wenn wir es geschafft haben wach zu bleiben und nicht mit den Kindern eingeschlafen sind. Wenn wir Abends mal ein besonderes Essen nur für uns zwei kochen, eine Bio-Limonade dazu und einen Film gucken. Ich genieße es auch wenn die Jungs und ich Einkaufen fahren. Oder einen Ausflug in den Baumarkt. Wenn wir alle zusammen eine Melone essen. Wenn mal die Wäschekörbe leer sind. Wenn das Telefon mal nicht klingelt.

Mit wem würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen und warum?
Mit meinem Onkel. Leider kann ich das nicht mehr weil er schon vor vielen Jahren gestorben ist. Ich würde mir wünschen ich könnte Ihn noch einmal treffen. Dann könnte er meine 3 Jungs und meine Frau wenigstens ein einziges mal kennen lernen. Mein Onkel war und ist immer noch ein Vorbild für mich. Er war so ein unglaublich herzensguter und lieber Mensch. Und er konnte einfach alles. Ich habe ihn schon als kleines Kind dafür bewundert was er alles mit seinen Händen machen konnte. Er hat als Hausmeister bei der Kreishandwerkerschaft gearbeitet und ich weiß noch genau wie er einfach unglaublich perfekte Wappen aus Styropor gemacht hat und sie dann bemalt hat. Er konnte Tapezieren als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht. Und dabei durfte ihm niemand helfen. Nie. Außer an einem besonderen Tag, den ich noch vor Augen habe als wäre es erst gestern gewesen, da durfte ich die Tapeten einkleistern. Für viele mag das sehr banal klingen, aber für mich ist es bis Heute ein ganz besonderer Moment geblieben den ich niemals vergessen werde.

Janne Hellmann