34 Tage Freeletics – Reality Check

Freeletics

Freeletics – Reality Check
Durchtrainierte, überdurchschnittlich gut aussehende Menschen, ohne jegliches überschüssiges Fett, immer gut gestyled, gehen im Morgengrauen mit ihrer perfekten Trainingsmatte zu einem fußläufig erreichbaren Trainingsplatz. Trainiert wird natürlich mit freiem Oberkörper, die Frauen natürlich nur mit hautengen Klamotten die von einer zweiten Haut kaum zu unterscheiden sind. Alle tragen Turnschuhe die leicht sind wie Socken und so viel kosten wie ein Kleinwagen. Überall gibt es Fußballtore an denen Freeathleten hängen und Pullups, Muscleups, Toes To Bar, oder andere Kunststücke vollbringen. Auf den Trainingsmatten zeichnen sich irgendwann 6 perfekt geformte Schweißflecken ab, Wäsche wird nur noch direkt am kristallklaren Fluss auf dem Waschbrettbauch gewaschen. Stählerne Körper glänzen in der Morgensonne während sich die Schweißperlen ihren Weg suchen, zwischen all den perfekt geformten Muskeln. Alle haben immer Zeit zum Trainieren, keiner muss arbeiten. Alltagsprobleme gibt es nicht, das einzige was zählt ist das Workout.
Wie sieht die Realität am Anfang aus?
Der 3-Fache Familienvater ist so dermaßen sportlich das er seit über 2 Jahren nicht mal mehr Turnschuhe besitzt. Es gab mal welche, aber seit dem Umzug vor über 2 Jahren vermisst er sie auch nicht mehr. Der Wecker klingelt um 4:00 Morgens. 4:00 Uhr Morgens??!! Schande, da ist es noch dunkel draußen! Aber was will man machen wenn man um 7 Uhr anfangen muss zu arbeiten? Nach Feierabend Trainieren? Nee, da will man ja auch noch was von seinen Kindern haben. Abends? Zu unsicher, wenn man beim Kinder ins Bett bringen regelmäßig mit einschläft.
Sportplatz. Sport-was? Nicht hier. Nicht in der Nähe! Mit dem Auto hinfahren? Keine Zeit. In der Wohnung trainieren? Fällt aus. Altbau. Seeehr hellhörig. Training klingt wie Krieg für die Nachbarn. Also die hautengen Trainingsklamotten anziehen und in den Keller. Hauteng? Oh, eine Gemeinsamkeit. Naja, aber nur vom Wort her. Hauteng weil der zukünftige Freeathlet erst mal fett ist. Die Hose wird natürlich zur Hüfthose degradiert weil sie einfach noch nicht über die Plautze passt. Turnschuhe? Hmm, hat er nicht. Egal, zieh irgendwelche Schuhe an. Hauptsache du kommst in den Keller.
Keller, ja, nicht gerade eine stylische Trainingshalle mit 8 m Raumhöhe und schönen weißgepinselten Ziegelsteinwänden. Es ist ehr so der Keller mit 2,10 Raumhöhe, tausend Umzugskartons und abschüssigen Fußboden und fiesem Neonröhrenlicht.
Aufwärmen ist schon wie ein komplettes Workout und der Gedanke im Kopf fragt sich: “Und jetzt noch trainieren?! Spinnst Du? Geh wieder ins Bett”
Aber man ist ja wenigstens motiviert und zieht es durch. Nach dem Workout zeichnen sich nicht 6 Schweißflecken vom Sixpack ab, nein, es sind zwei. Einer von der Stirn, weil man total fertig auf der Matte liegt. Der andere ein perfekter Abdruck der Plautze. Und Wäsche waschen?Ja schon, aber nicht am Fluss auf dem Sixpack, sondern eher im Waschkeller, nach dem Training. Dann schnell wieder nach Oben, Duschen, den Rest der Familie wecken, Frühstück für Schule, Kindergarten, Arbeit und daheim machen, und gerade Heute erst, noch schnell einen Tiger ins Kindergesicht schminken, weil der Kleine gerne noch mal als Tiger in den Kindergarten gehen will. So viel wie es noch geht vorbereiten damit alle Startklar sind und den Rest muss dann die Mama im fliegenden Wechsel übernehmen. Und jetzt schnell zur Arbeit.
Was ich hier mit einem Augenzwinkern beschrieben habe ist aber auch Teil einer wirklich tollen Reise. Denn Freeletics ist wirklich eine Reise in ein neues, besseres Lebensgefühl. Ich habe vor 34 Tagen mit Freeletics angefangen. Angefangen habe ich im laufe der Jahre schon vieles. Aber ich bin nie dran geblieben. Mit Freeletics ist das anders. Seit dem ersten Tag weiß ich das ich das durchziehen werde. Ich weiß das Freeletics ein Teil meines Lebens sein wird. Und bleiben wird. Ich weiß das ich mein Ziel erreichen werde. Und interessanter weise, seit ich Freeletics mache, fühle ich mich in meinem Körper wohler. Klar, zum einen weil sich was verändert, aber auch und gerade vom Kopf her. Ich schäme mich nicht mehr für meinen aktuellen Körper. Einfach weil ich weiß das der jetzige Zustand einfach nur eine Zwischenstation ist und nie wieder so aussehen wird. Egal ob es Rückschläge gibt, die Waage ein Arschloch ist, oder was auch immer passiert, ich lasse mich nicht von meinem Training abbringen. An Trainingstagen stehe ich wirklich um 4:00 auf. Fällt ein Trainingstag auf einen Sonntag, dann klingelt der Wecker erst um 5:00. Jetzt könnte man denken, es ist doch Sonntag, steht halt später auf. Aber um 5:00 schlafen die Kinder noch. Und wenn sie erst mal wach sind wollen sie natürlich spielen, frühstücken und und und.
Ich weiß das ich alle Hürden bei Freeletics überwinden kann, egal wie utopisch sie auch sind. Vor 34 Tagen war nach 4-7 Situps komplett Feierabend, bis kurz vor einen Bauchmuskelkrampf. Jetzt, nach 34 Tagen habe ich tatsächlich 150 Situps in einem Workout geschafft. Vor 34 Tagen hätte ich jeden der das behauptet hat für Geisteskrank erklärt. Jetzt weiß ich das alles Möglich ist. Ich weiß das ich auch irgendwann Klimmzüge schaffen werde. Auch wenn davon jetzt noch nichts zu sehen ist. Ja, auch vernünftige Turnschuhe werde ich mir kaufen. Aber als 3-Facher Vater wollen auch die erst mal bezahlt werden. Ich habe aktuell 4 kg abgenommen und fühle mich schon jetzt wirklich tausend mal besser. Es gibt viele Dinge die sich verändert haben. Kleine Dinge. Ich kann mir Socken wieder im stehen anziehen ohne mein Bein nach außen weg zu drehen, ich komme wesentlich einfacher aus dem Auto, einfach vom Boden wieder hoch wenn ich mit den Kindern spiele. Und, ja, die Trainingshose passt schon wieder dahin wo sie eigentlich sein sollte.
Es ist einfach toll. Ich kann Freeletics wirklich jedem empfehlen, der sein Leben verändern will.

One thought on “34 Tage Freeletics – Reality Check

  1. Lieber Janne
    Ich ziehe meinen Hut vor die. Mit so einem vollen Tagesprogramm dann noch ein regelmässiges Training absolvieren. Wahnsinn. *Daumenhoch*
    Es gab mal Zeiten, und ja, die sind schon soooo lange her, da konnte ich mich auch mal als sportlich bezeichnen. 3 – 4 Mal die Woche in die Muckibude, ab uns an mal noch Squash spielen, viel mir dem Rad fahren … Das waren noch Zeiten. Heute ist das Rumschleppen meiner 2 Kinder mein Sport und ich wüsste nicht, ob ich es schaffen würde mir schon morgens um Fünf den Wecker zu stellen. Vielleicht sollte ich es mal versuchen und mich mal über Freeletics schlau machen. Denn ja, ich kann mich noch richtig gut an mein tolles Körpergefühl erinnern, das ich seinerzeit hatte. Es hat sich einfach nur toll angefühlt und ich war nicht nach ein paar Schritten im Eiltempo aus der Puste als hätte ich gerade nen Langlauf gemacht.

    Bleib dran. Halte durch.

    Liebe Grüsse
    Simi

    PS: Und einen Gruss auch an deine wunderbare Frau. 😉

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